Neue BattDG‑Regelung: Was Hersteller bis 15. Januar 2026 wissen müssen

Neue BattDG‑Regelung: Was Hersteller bis 15. Januar 2026 wissen müssen

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Deutschland hat sein nationales Batterierecht grundlegend reformiert: Das Batterie-Rechtsdurchführungsgesetz (BattDG) ist seit Oktober 2025 in Kraft und ergänzt bzw. konkretisiert die EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542 im nationalen Vollzug. Damit verändert sich der regulatorische Rahmen für Batterie-Compliance und Batterierecycling in Deutschland deutlich. Hersteller müssen jetzt handeln und ihre Registrierungen bis spätestens 15. Januar 2026 auf das neue System überführen sowie je relevanter Batteriekategorie einer zugelassenen OfH zuordnen. 

Was bedeutet das neue BattDG für Batterie‑Compliance?

Im Mittelpunkt der Neuregelung steht ein modernisiertes System der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR). Hersteller müssen künftig nicht nur registriert sein, sondern auch ihre Beteiligung an Organisationen für Herstellerverantwortung (OfH) nachweisen. Dies ist keine Formalität mehr, sondern eine Voraussetzung dafür, dass Registrierungen gültig bleiben. 

Darüber hinaus wurden die bisherigen Batterietypen in fünf klar abgegrenzte Batteriekategorien überführt: Gerätebatterien, Batterien für leichte Verkehrsmittel (LV-Batterien), Starterbatterien, Batterien für Elektrofahrzeuge sowie Industriebatterien. Für Unternehmen mit breit aufgestellten Produktportfolios ist die korrekte Zuordnung zur jeweiligen Kategorie essenziell. 

Warum der Übergangszeitraum kritisch ist und was jetzt zu tun ist

Die Übergangsregelungen sehen vor, dass bestehende Registrierungen nach dem alten Batteriegesetz aktiv an die Anforderungen des BattDG angepasst werden müssen – spätestens bis zum 15. Januar 2026. 

Bis zu diesem Stichtag müssen Hersteller sicherstellen, dass: 

  • jede betroffene Batteriekategorie korrekt einer zugelassenen OfH zugeordnet ist, 
  • Produkt- und Herstellerstammdaten vollständig und aktuell im Stiftung-ear-Register hinterlegt sind und 
  • bestehende Registrierungen den neuen BattDG-Vorgaben entsprechen. 

 

Auch wenn bereits Teilbereiche Ihres Portfolios compliant sind, können Lücken in nur einer Kategorie ein Risiko für den gesamten Marktzugang darstellen. Ein strukturierter, kategoriebezogener Umsetzungsplan minimiert dieses Risiko. 

Registrierungspflichten unter dem neuen BattDG

Die Registrierung bei der Stiftung ear im Batterie-Herstellerregister bleibt verpflichtend, bevor Batterien in Deutschland in Verkehr gebracht werden dürfen – unabhängig von der Batterieart. 

Neu ist insbesondere: 

  • Registrierungen müssen um zusätzliche Pflichtangaben ergänzt werden, z. B. zur chemischen Zusammensetzung der Batterien sowie zur Steuer-ID des Herstellers. 
  • Neuklassifizierungen und der Nachweis der OfH-Beteiligung je relevanter Batteriekategorie sind verpflichtend. 

 

Für Hersteller ohne Sitz bzw. Niederlassung in Deutschland ist die Bestellung eines Bevollmächtigten mit Sitz in Deutschland Voraussetzung für eine gültige Registrierung. 

Unvollständige oder inkonsistente Daten im Register können zu Genehmigungsverzögerungen oder Rückfragen der Behörden führen – ein weiterer Grund, Datenqualität und Prozesse frühzeitig zu stärken. 

BattDG leicht gemacht: Rebat begleitet Sie

End-to-End-Batterierücknahme: Mit Rebat bietet RLG eine umfassende Lösung für die Rücknahme und das Recycling von Batterien in Deutschland. Rebat ist eine der größten OfHs für Gerätebatterien und stellt gleichzeitig maßgeschneiderte Lösungen für andere Batteriekategorien bereit. Durch die Beteiligung an Rebat können Hersteller ihre Pflichten aus der erweiterten Herstellerverantwortung nach dem Batteriegesetz erfüllen. Unser Leistungsspektrum umfasst: 

  • Feststellung des Herstellerstatus und des Anwendungsumfangs, 
  • Zuordnung der Produkte zu den richtigen Batteriekategorien, 
  • Management und Aktualisierung der Stiftung-ear-Registrierungen, 
  • Auswahl, Onboarding und korrekte Zuordnung zu OfHs je Batteriekategorie, 
  • Unterstützung bei der Bestellung eines Bevollmächtigten für Hersteller ohne Sitz in Deutschland. 

 

Darüber hinaus unterstützen wir Sie beim Aufbau effizienter Prozesse für Batteriestammdaten, Mengenmeldungen und revisionssichere Dokumentation – inklusive operativer Rücknahmelösungen, Logistikkoordination und Recycling-Kooperationen entlang Ihres Footprints. 

Risiken vermeiden und Marktverfügbarkeit sichern

Wenn Registrierungen nicht rechtzeitig überführt und für jede relevante Batteriekategorie einer zugelassenen OfH zugeordnet werden, drohen die Rücknahme der Registrierung und eine Unterbrechung des Marktzugangs in Deutschland. Mit einer frühzeitigen, gut geplanten Umsetzung können Sie diese Risiken wirksam minimieren. 

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Les Griffith - Speakers

Business Development Director
RLGA

Les Griffith is currently the Business Development Director at RLGA and is tasked with expanding the company’s data management offerings for packaging EPR in the Americas. Les has over 30 years of industry experience in Environmental Services, Extended Producer Responsibility and Reverse Distribution. Les has spent these last 30 years working with organizations to develop progressively more sustainable solutions to the management of end-of-life materials. Prior to joining RLG, Les spent eleven years at Covanta most recently serving as the Business Development Director for the Healthcare Solutions division. His group covered North and Central America and specialized in providing a suite of services to healthcare PROs, take-back services to retail pharmacy and law enforcement and environmental services to the healthcare sector and reverse distributors. Prior to Covanta Les spent 10 years at Waste Management Inc. as an Area Manager for their Healthcare Solutions group.

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Andriana Kontovrakis - Speakers

Director of Compliance Services
RLG

Andriana Kontovrakis is the Director of Compliance Services for Reverse Logistics Group’s US team.  She manages a team responsible for ensuring manufacturer and retailer customer compliance with EPR laws for electronics, batteries, packaging, household hazardous wastes, and other consumer products across the US. Along with RLG partner the Household and Commercial Products Association, she is spearheading the development of the Household Product Stewardship Alliance, a stewardship organization forming under the guidelines of Vermont’s HHW EPR law.  Prior to working with RLG, she was a Policy Analyst with the global electronics recycler Sims Lifecycle Solutions where she managed programmatic implementation and customer and supplier accounts for the US EPR compliance unit and the Deputy Director for Waste Prevention for the NYC Department of Sanitation.

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